Beleuchtung eines Padelplatzes: Was Sie wissen sollten
Go4Padel Team · {DATA_PUBLIKACJI} · Lesezeit: ca. 7 Minuten
Die Beleuchtung eines Padelplatzes muss gleichmäßig sein und darf die Spieler nicht blenden. Die Regeln des Internationalen Padelverbands (FIP) verlangen, dass die Unterkante der Leuchten mindestens 6 m über dem Boden liegt; für Fernsehübertragungen sind mindestens 1000 Lux vertikale Beleuchtungsstärke nötig. Für Freizeitspiel und regionale Wettkämpfe nennt der Leitfaden des britischen Verbands LTA im Mittel 300 Lux, für nationale und internationale Wettkämpfe 500 Lux.
Klingt technisch? In der Praxis geht es um zwei Dinge: Der Ball soll nicht in einer dunklen Ecke verschwinden, und das Licht soll beim Lob nicht in den Augen stehen. Dieser Artikel erklärt, was diese Zahlen bedeuten, wie mittlere Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit berechnet werden, worin sich Hallen- und Außenplätze unterscheiden und woran man bei der Planung einer neuen Anlage denken sollte.
Platzbeleuchtung in Zahlen
| Anforderung | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Charakter der Beleuchtung | gleichmäßig, ohne die Sicht von Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern zu beeinträchtigen | FIP |
| Höhe der Leuchten | mindestens 6 m vom Boden bis zur Unterkante; in neuen Anlagen werden 8 m empfohlen, wenn die Leuchten über dem Platz montiert sind | FIP |
| Lichtmasten | außerhalb des Spielfelds | FIP |
| TV-Übertragungen und Filmaufnahmen | mindestens 1000 Lux vertikale Beleuchtungsstärke | FIP |
| Freizeitspiel und regionale Wettkämpfe | im Mittel 300 Lux, Gleichmäßigkeit 0,5 | LTA |
| Nationale und internationale Wettkämpfe | im Mittel 500 Lux, Gleichmäßigkeit 0,7 | LTA |
| Berechnungsraster | Raster von 1 m (oder feiner) über dem gesamten Spielfeld, symmetrisch zur Netzlinie | LTA |
Quellen: FIP Rules of Padel, gültig ab 1. Januar 2026; LTA Padel Court Construction Guidance Note.
Was die FIP-Regeln sagen
Die Regeln des Internationalen Padelverbands (FIP) nennen für das normale Spiel keinen einzelnen Wert der Beleuchtungsstärke. Sie legen aber fest, welche Bedingungen jede künstliche Platzbeleuchtung erfüllen muss:
- das Licht muss gleichmäßig und so angeordnet sein, dass es die Sicht von Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern nicht beeinträchtigt;
- Lichtmasten müssen außerhalb des Spielfelds stehen; stehen sie in der Sicherheitszone rund um den Platz, ist das Spiel außerhalb des Platzes nicht erlaubt;
- die Unterkante der Leuchten muss mindestens 6 m über dem Boden liegen; in neuen Anlagen, in denen die Leuchten über dem Platz montiert sind (innerhalb der senkrechten Projektion seiner Wände), empfiehlt die FIP 8 m;
- für Fernsehübertragungen und Filmaufnahmen sind mindestens 1000 Lux vertikale Beleuchtungsstärke nötig; mit wachsendem Abstand des Objekts von der Kamera kann dieser Wert steigen.
Dieselbe Grenze von 6 m (und die in neuen Anlagen empfohlenen 8 m) gilt für die lichte Höhe über dem gesamten Platz. In diesen Raum darf nichts hineinragen, auch keine Leuchten. Der LTA-Leitfaden sagt dasselbe: Leuchten werden so montiert, dass über dem Spielfeld mindestens 6 m frei bleiben. Bei der Hallenwahl ist das entscheidend, denn die Leuchten müssen oberhalb dieser Grenze hängen.
Wie viel Lux braucht ein Padelplatz?
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen. Für einen Platz wird üblicherweise die mittlere horizontale Beleuchtungsstärke angegeben, also die durchschnittliche Lichtmenge auf dem Belag, berechnet aus vielen Punkten des Spielfelds. Der Leitfaden des britischen Verbands LTA, der in Großbritannien auch für Padel zuständig ist, nennt zwei Stufen:
| Spielniveau | Mittlere Beleuchtungsstärke | Gleichmäßigkeit |
|---|---|---|
| Freizeitspiel und regionale Wettkämpfe | 300 Lux | 0,5 |
| Nationale und internationale Wettkämpfe | 500 Lux | 0,7 |
Die Beleuchtung von Sportstätten regelt in Europa die Norm EN 12193, in Deutschland als DIN EN 12193 veröffentlicht. Sie unterscheidet drei Beleuchtungsklassen: Klasse I für Wettkämpfe höchster Ebene, Klasse II für regionale und lokale Wettkämpfe und Klasse III für Wettkämpfe niedrigerer Ebene, Training, Schulsport und Freizeit. Die geforderten Werte hängen von Sportart und Klasse ab — deshalb sollte die Lichtplanung von Anfang an auf ein konkretes Spielniveau ausgelegt sein.
Ein eigenes Thema sind Übertragungen und Aufnahmen. Die Kamera sieht die Spieler von der Seite, deshalb zählt die vertikale Beleuchtungsstärke, also das Licht auf einer senkrechten Fläche: auf der Silhouette des Spielers und auf dem fliegenden Ball. Die FIP-Regeln verlangen dafür mindestens 1000 Lux. Wenn in der Anlage später einmal übertragen werden soll, gehört das von Beginn an in die Planung.
Gleichmäßigkeit und Blendung
Der Mittelwert allein genügt nicht. Ist die Platzmitte hell und sind die Ecken dunkel, „verschwindet“ der Ball in den dunkleren Bereichen. Deshalb wird neben der Beleuchtungsstärke die Gleichmäßigkeit angegeben, üblicherweise als Verhältnis des niedrigsten Werts zum Mittelwert. Eine geforderte Gleichmäßigkeit von 0,7 bedeutet: Der dunkelste Punkt des Spielfelds muss mindestens 70 % der mittleren Beleuchtungsstärke erreichen.
Damit diese Werte vergleichbar sind, wird die Beleuchtung in einem Punktraster berechnet. Der LTA-Leitfaden empfiehlt Punkte im Abstand von 1 m (oder enger) über dem gesamten Spielfeld, symmetrisch zur Netzlinie.
Platz in der Halle und im Freien
Der LTA-Leitfaden beschreibt zwei Arten der Montage: Leuchten an den Pfosten der Platzumzäunung — in die Konstruktion integriert oder verlängert, 4 m von der Rückwand entfernt — oder auf separaten Masten außerhalb der Umzäunung.
Platz in der Halle
In der Halle kommt eine dritte Möglichkeit hinzu: Leuchten, die unter dem Dach hängen. Unabhängig von der Lösung muss über dem Platz freier Raum bleiben: mindestens 6 m, in neuen Anlagen empfohlene 8 m. Leuchten und andere Bauteile dürfen nicht hineinragen.

Platz im Freien
Im Freien arbeiten die Leuchten bei Regen, Frost und praller Sonne und müssen dafür ausgelegt sein — prüfen Sie im Datenblatt die Schutzart (IP). Auch die Umgebung zählt: Licht, das über den Platz hinaus strahlt, kann Nachbarn stören. Richtung und Neigung der Leuchten sollten deshalb mit Blick auf die umliegende Bebauung geplant werden.

Checkliste für die Planung
- Legen Sie das Spielniveau fest. Freizeit und Clubspiel stellen andere Anforderungen als nationale Wettkämpfe oder Übertragungen.
- Prüfen Sie die Hallenhöhe. Über dem Platz sind mindestens 6 m frei zu halten, in neuen Anlagen werden 8 m empfohlen.
- Planen Sie die Stromversorgung. Anschluss und Kabelwege zu den Masten berücksichtigt man am besten, bevor der Untergrund für den Platz entsteht.
- Fordern Sie eine Lichtberechnung für Ihre Anlage an. Die Planung sollte mittlere Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit im Punktraster ausweisen.
- Denken Sie im Freien an die Nachbarschaft. Richtung und Neigung der Leuchten sind für umliegende Gebäude entscheidend.
- Planen Sie Aufnahmen oder Übertragungen? Berücksichtigen Sie das in der Lichtplanung und fragen Sie nach den Eigenschaften der Leuchten im Kamerabetrieb, etwa nach Flimmern.
Planen Sie eine Anlage mit Padelplätzen?
Go4Padel ist Hersteller von Padelplätzen. Wir liefern und montieren Plätze in Polen und in ganz Europa. Schreiben Sie uns — wir beantworten gern Fragen zu Ihrem Projekt.
Häufige Fragen
Wie viel Lux braucht ein Padelplatz?
Der Leitfaden des britischen Verbands LTA nennt im Mittel 300 Lux (bei einer Gleichmäßigkeit von 0,5) für Freizeitspiel und regionale Wettkämpfe sowie 500 Lux (bei 0,7) für nationale und internationale Wettkämpfe. Für Fernsehübertragungen verlangen die FIP-Regeln mindestens 1000 Lux vertikale Beleuchtungsstärke.
In welcher Höhe werden die Leuchten montiert?
Nach den FIP-Regeln muss die Unterkante der Leuchten mindestens 6 m über dem Boden liegen. In neuen Anlagen, in denen die Leuchten über dem Platz hängen, empfiehlt die FIP 8 m.
Wo werden die Lichtmasten aufgestellt?
Außerhalb des Spielfelds. Der LTA-Leitfaden lässt Leuchten an den Pfosten der Platzumzäunung oder auf separaten Masten neben dem Platz zu. Die FIP-Regeln ergänzen: Stehen die Masten in der Sicherheitszone rund um den Platz, ist das Spiel außerhalb des Platzes nicht erlaubt.
Wie viel Strom verbraucht die Platzbeleuchtung?
Das hängt von der Gesamtleistung der Leuchten und der Betriebsdauer ab. Der Verbrauch in kWh ist die Leistung in kW multipliziert mit den Betriebsstunden. Beispiel: Leuchten mit insgesamt 1 kW verbrauchen in 5 Stunden 5 kWh.
Braucht ein Platz in der Halle eine eigene Beleuchtung?
Ein Platz in der Halle kann über Leuchten an der Platzkonstruktion oder über die Hallenbeleuchtung beleuchtet werden. In beiden Fällen müssen die geforderte Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit erreicht und die lichte Höhe über dem Platz eingehalten werden: mindestens 6 m, in neuen Anlagen empfohlene 8 m.
Was bedeutet Gleichmäßigkeit der Beleuchtung?
Sie ist das Verhältnis der Beleuchtungsstärke am dunkelsten Punkt des Spielfelds zum Mittelwert. Eine geforderte Gleichmäßigkeit von 0,7 bedeutet, dass der dunkelste Punkt mindestens 70 % des Mittelwerts erreichen muss.